Boah, erstmal jetzt auf's Bett pflanzen, schön die selbstgemachte Pizza verschlingen, wo der goldene Käse perfekte Fäden zieht und..oh, 'schuldigung, wo waren wir?
Ah ja, hinter Uyuni. Auf jeden Fall ging's dann wiedermal mit der Flota nach La Paz, der modernsten Stadt von Bolivien und höchstgelegene Andenmetropole der Welt, sowie Boliviens Regierungs- und Hauptstadt.
Dort angekommen, sind wir erstmal ziemlich fertig (Unser Bus hatte einen Unfall, sodass wir ziemlich lang halten mussten, und die, nennen wir sie mal liebevoll "Reperaturleute", so einen Krach gemacht haben, dass man um 3-4 Uhr nachts nicht schlafen konnte) in unser HIB-Hotel eingezogen, ein großes, aber feines Hotel mit Yakuza, eigener Küche, Internet-PC's und geilen Betten. Die Bolis würden wohl "Biiiiiigoteeee!" sagen ;-).
Allerdings war Ausruhen nicht lang drin, weil noch am selben Tag eine Busrundfahrt zu La Paz' Atraktionen und schönen orten stattfand, die's voll gebracht hat, da einfach alle im Bus gepennt haben. Viele Fotos gibt's so nicht, aber wenigstens ein paar ;-).
Unterwegs kamen wir so in's Reichenviertel von La Paz, eine Allee gesäumt von fetten, modernen Protzvillen mit Sicherheitsstandart vom Fort Knox, zum Valle de la Luna, welches ein Tal bestehend aus skuriller Felsformationen ist, sowie zu einem schönen Aussichtspunkt auf über 4200m. Klingt jetzt voll hoch, aber wenn man bedenkt, dass die Stadt auch auf 4000m liegt, verpufft der schnelle Eindruck dann doch wieder..
Trotzdem, von hier perfekt einsehrbar: La Paz liegt im breiten Canyon des Flusses "
Río Chokeyapu" (Gesundheit!), und ist einfach gigantisch. Von einem oberen Canyonhang bis zum gegenüberliegenden ist alles mit Häusern vollgequetscht, echt beeinduckend. Am besten guckt ihr euch dafür einfach die Fotos an, ist schwer zu beschreiben.
Als nächstes Ziel wurde die "calle de la bruja" angefahren, auf deutsch "Hexengasse" und ein sehr touristisches Ziel mit supervielen einheimischen Kleinläen, wo man alles kaufen kann. Von Liebes, Glücks- und Gesundheitsamuletts über Coca-Blätter, Quacksalber-Medizin, Alpacapullover, -schals, -mützen bis hin zu ungeborenenaus dem Mutterleib herausgeschnitten Embryos von Lama-Babys.. Jaaa, der Anblick ist nicht schön und für europäische Touristen sehr ungewöhnlich. Auf jeden Fall konnte man hier echt gut shoppen gehen, auch wenn man ohne Feilschen extrem über's Ohr gehauen wurde, gerade als weißer Tourist.
Danach ging es dann noch zur "plaza central", wo die wunderschöne Kathedrale und das mächtige Rathaus zu finden sind. Von dort ging es dann zurück zum Hotel und man hatte endlich Freizeit, welche wir abends bei Bier, Vollkornbrot (sooooo geil, endlich richtiges Brot!!) und die für Freiwillige zum Standart erklärte Werwolfrunde (Character-Detektivspiel) ausklingen lassen haben.
Den nächsten Tag hatten wir dann komplett frei, was wir mit lange-schlafen, Einkäufen, und Stadterkunden ausgenutzt haben.
Dann am nächsten Tag ging es dann erstmal zur Wäscherei, und anschließend erneut per Flota zum 2-Stunden-entfernten Tiahunaco, dem ehemaligen Zentrum der Inka-Kultur von Bolivien, Peru, Argentinien, Chile und Equador. Trotz des klangvollen Namen war's relativ öde, es gab wenig zu sehen, und alles war für Touristen ausgebaut, sodass ein antiker Flair gar nicht rüberkam. Gutes Beispiel dafür, wie man Kultur und Geschichte kaputtmachen kann.
Zudem hatten wir uns unsere Infos zur anstehenden Reise zum Titicaca-See und nach Peru abgeholt, sowie auch sämtliche Tickets für Flotas, Boote und Züge.
Am nächsten Tag ging es dann frisch gepackt los zum Titicaca-See und zur Wallfahrtsstadt Copacabana, wo die berühmte "Virgen de Copacabana" uns erwarten sollte. Die Fahrt per Fähre war jedoch sehr interessant, da es bolivientypisch keine Ordnung, keine Sicherheit und vor allem natürlich auch keinen Komfort gab. (Mehr oder weniger) Sicher drüben angekommen, ging's dann per Flota wieder nach weiter nach Copacabana. Dort schnell eingecheckt, und ab die Stadt erkunden.
Erstmal: Wie verrückt muss man sein, sich sein Auto weihen zu lassen, damit es nicht kaputt geht? An diesem Tag war nämlich so etwas wie ein "Tag der Autoweihe", sodass mit Blumen beworfene Autos von einem Bischof mit Weihwasser bespritzt wurden. Jaaaa, sehr geil :D
Richtig schön war es aber zum Ufer des Sees zu gehen, da dort richtige Meeresatmosphäre herrschte, die durch die unglaublich reine Seeluft und die schieren Ausmaße des Sees existiert. Nach dem sonnen und chillen an einem alten Kai für Fischerboote ging's dann hoch auf einen Berg in der Nähe der Stadt, aber wir mussten natürlich vom Weg abgehen und da querfeldein hochkraxeln, und ja, verdammt noch mal, das hat sich so gelohnt!! Wilde Felsen, wunderschöne Hänge und geniale Übersicht über den See bis zum Horizont, einen Tag den ich wohl so schnell nicht mehr vergessen werde. EInfach zum Kinnlade-nach-unten-rasseln-lassen! :-)
Abends ging's dann nur noch essen, und dann früh in's Bett. Dafür ging's am nächsten Morgen um 7 auch früh weiter zur "Isla del Sol",der "Sonneninsel", die wir mittags per Boot erreicht haben. Zu erwähnen sind hier die lustigen und bekifften Argentinier die das Oberdeck mit uns beansprucht haben, und mit denen wir ein paar seeeehr spaßige Runden "Wahrheit oder Pflicht" gespielt haben, die Aufgaben verschweige ich jetzt hier mal lieber.. :D
Die Insel selbst dann war Natur pur, traumhafte (Steil)Küsten, mediterrane Natur und türkisblaue Buchten. Der W-A-H-N-S-I-N-N!! :-). Uns gefiel die Insel so gut, dass wir erstmal mehr als 8km über die Insel vom Nordende bis zum Südende gewandert sind und dann uns dort das Hotel genommen haben, um dort zu übernachten. Nachts wurde es kalt, wirklich bitterkalt, aber Decken, zusammenmummeln und Wärmeflaschen für die Mädels haben dann auch jeden von uns durch die Nacht gebracht - lebend!
Am nächsten Morgen ging es dann erst wieder zu Fuß, dann per Boot zurück nach Copacabana, wo wir allerdings nach kurzem Mittagverschlingen und Noteinkäufen direkt in die Flota sind, um weiter nach Puno zu fahren, einer Hafenstadt die nicht mehr in Bolivien, sondern in Perú liegt. Und was uns auf dieser Fahrt erwartet habt.. das erfahrt ihr dann nächsten Post!
Bis denne,
Jannik
Und mal wieder die Bilder:
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| La Paz - egal wohin man schaut..: |
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| Überall das Gleiche! |
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| Mal mit Lisa, mir und Hosenpower! :D |
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| Stadtbild inner"orts" |
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| typische Häuserblocks |
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| La Paz ist so ziemlich die einzige bolivianische Stadt mit Hochhäusern. |
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| einer der unzähligen "plazas", mit Kirche |
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| Verbindungsstraße zwischen "El Alto" und "La Paz" |
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| plaza principale mit Kathedrale |


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| Valle de la Luna - Das "Mondtal" |
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| Mit unserer Gruppe.. |
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| Typisches Geschäft in der Hexengasse |
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| Unschön - Tote Embryos.. |
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| Deutsches, echt leckeres Vollkornbrot! Was ein genuss nach all den Pappbrötchen hier.. |
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| Tiahuanaco - Eingangsschild zur Inka-Metropole |
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| Überreste.. |
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| gab's viel zu sehen,.. |
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| ... doch leider meistens total einbetoniert in moderne Architektur. |
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| Endlich mal echte Ruinen! |
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| Detailaufnahme :-) |
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| Vertrauenserweckende Busfähren.. |
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| ...mit vertrauenserweckenden Ablegemethoden.. |
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| Copacabana - Blick von der Hafenstraße zum Titicaca-See |
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| Blick vom Kai in RIchtung der "playa", des "Strandes.." |
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| Bei der Besteigung des Berges von Copacabana |
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| Ebenso.. |
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| Beim Rasten am Abgrund,.. |
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| .. und beim frei fühlen.. :-) |
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| Isla del Sol - Küste |
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| Anderer Ausblick auf der Sonneninsel |
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| Passend zum Namen der Insel: Sonnenaufgang über'm Titicaca-See |
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