Also am 26., und nicht wie vorher geschrieben am 27. (Goldfischgehirn halt..) ging's dann per Flota nach Sucre. Geplante Fahrzeit: 12 Stunden. Realität: 16 Stunden. Ach ja, hab ich schon erwähnt dass ich Flotafahrten nach Sucre ganz toll finde?
In Sucre ging dann nicht so viel, immerhin war ich hier in der Stadt schon zweimal gewesen, und ich hab wohl auch das meiste dieser doch sehr schönen Stadt gesehen. Also habe ich dank der ungemütlichen Flotastunden viel geschlafen und bin abends mit den anderen zum Mirador, einem Aussichtspunkt "hoch" über der Stadt. Dort gönnte man sich frei nach dem Motto "Man muss sich auch mal was leisten." Crêpes mit Schokolade oder, von mir bevorzugt, mit Schinken und Käse überbacken.
Am nächsten Tag ging es dann relativ früh (und pünktlich nach Abfahrtsplan, unglaublich..) mit dem Taxi nach Potosí, einer Minenstadt im zentralen Hochland Boliviens, welche auf über 4000m liegt. Die Stadt in der kurzen Beschreibung: Hässlich, aber interessant.
Und jetzt noch mal etwas ausführlicher: wir sind so mittags angekommen und wie eigentlich auf der ganzen Reise war das Programm echt verdammt eng gestaffelt, es ging quasi sofort in eine der Silberminen, welche die Stadt in der Vergangenheit zur reichsten Stadt der Welt gemacht hat.
Neben der Möglichkeit, legal und preiswert (ca. 2 Euro) Dynamit und andere Sprengstoffe zu kaufen, hat die eigentliche Mine echt Eindruck hinterlassen. Keine Sicherheitsvorkehrungen, Gänge von weniger als ein Meter Höhe und dauernde Explosionen unter dem Berg lassen einen erahnen, warum die Lebenserwartung eines Arbeiters in dieser Stadt unter 45 Jahren liegt.
Nachdem man dann wieder an die frische Luft gekommen war, und die total stylische Schutzkleidung abgestreift hatte, ging es dann wieder zurück in die Stadt und in das "Casa de la Moneda", ein im Kolonialstil gehaltenes Haus, wo wir einiges über die Geschichte der Münzprägung gelernt haben. So in etwa, das knapp 95% der Münzen in Europa zur Zeiten der Kolonialisierung aus Potosí kamen. Trotz des interessanten Münzteils war die Führung dort enttäuschend und wurde schnell ermüdend, im Endeffekt war das Domizil jetzt nicht einer der Höhepunkte unserer Reise.
Dafür war das Hotel "Jerusalen" (ja, das "n" ist kein Schreibfehler, das heißt wirklich so..) geil, superchillig und gemütlich, beste Dusche seit langen, und ein gut aussehendes Frühstück (Vorsicht, hier könnten Insider drinstecken..) gab es auch.
Am nächsten Tag ging es dann direkt weiter nach Uyuni, diesmal per Flota, aber, oh yeah, über eine komplett asphaltierte Straße. Wahnsinn! :-) Doch davon mehr im nächsten Post ;-)
Und wie immer:die Fotos:
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| Fahrt durch durchaus beeindurckende Landschaften nach Potosí |
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| Potosí aus der Entfernung - echt hässlich. ;-) |
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| Unser Hotel "Jerusalen" |
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| Eingang der Mine -Was für Verrenkungen macht mein Gesicht da? :-O |






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