Dienstag, 26. Februar 2013

Urlaubsteil 3/7 - La Paz Teil 1, Tiahunaco und Lago Titicaca mit Isla Del Sol

Boah, erstmal jetzt auf's Bett pflanzen, schön die selbstgemachte Pizza verschlingen, wo der goldene Käse perfekte Fäden zieht und..oh, 'schuldigung, wo waren wir?

Ah ja, hinter Uyuni. Auf jeden Fall ging's dann wiedermal mit der Flota nach La Paz, der modernsten Stadt von Bolivien und höchstgelegene Andenmetropole der Welt, sowie Boliviens Regierungs- und Hauptstadt.
Dort angekommen, sind wir erstmal ziemlich fertig (Unser Bus hatte einen Unfall, sodass wir ziemlich lang halten mussten, und die, nennen wir sie mal liebevoll "Reperaturleute", so einen Krach gemacht haben, dass man um 3-4 Uhr nachts nicht schlafen konnte) in unser HIB-Hotel eingezogen, ein großes, aber feines Hotel mit Yakuza, eigener Küche, Internet-PC's und geilen Betten. Die Bolis würden wohl "Biiiiiigoteeee!" sagen ;-).
Allerdings war Ausruhen nicht lang drin, weil noch am selben Tag eine Busrundfahrt zu La Paz' Atraktionen und schönen orten stattfand, die's voll gebracht hat, da einfach alle im Bus gepennt haben. Viele Fotos gibt's so nicht, aber wenigstens ein paar ;-).
Unterwegs kamen wir so in's Reichenviertel von La Paz, eine Allee gesäumt von fetten, modernen Protzvillen mit Sicherheitsstandart vom Fort Knox, zum Valle de la Luna, welches ein Tal bestehend aus skuriller Felsformationen ist, sowie zu einem schönen Aussichtspunkt auf über 4200m. Klingt jetzt voll hoch, aber wenn man bedenkt, dass die Stadt auch auf 4000m liegt, verpufft der schnelle Eindruck dann doch wieder..
Trotzdem, von hier perfekt einsehrbar: La Paz liegt im breiten Canyon des Flusses "Río Chokeyapu" (Gesundheit!), und ist einfach gigantisch. Von einem oberen Canyonhang bis zum gegenüberliegenden ist alles mit Häusern vollgequetscht, echt beeinduckend. Am besten guckt ihr euch dafür einfach die Fotos an, ist schwer zu beschreiben.
Als nächstes Ziel wurde die "calle de la bruja" angefahren, auf deutsch "Hexengasse" und ein sehr touristisches Ziel mit supervielen einheimischen Kleinläen, wo man alles kaufen kann. Von Liebes, Glücks- und Gesundheitsamuletts über Coca-Blätter, Quacksalber-Medizin, Alpacapullover, -schals, -mützen bis hin zu ungeborenenaus dem Mutterleib herausgeschnitten Embryos von Lama-Babys.. Jaaa, der Anblick ist nicht schön und für europäische Touristen sehr ungewöhnlich. Auf jeden Fall konnte man hier echt gut shoppen gehen, auch wenn man ohne Feilschen extrem über's Ohr gehauen wurde, gerade als weißer Tourist.
Danach ging es dann noch zur "plaza central", wo die wunderschöne Kathedrale und das mächtige Rathaus zu finden sind. Von dort ging es dann zurück zum Hotel und man hatte endlich Freizeit, welche wir abends bei Bier, Vollkornbrot (sooooo geil, endlich richtiges Brot!!) und die für Freiwillige zum Standart erklärte Werwolfrunde (Character-Detektivspiel) ausklingen lassen haben.
Den nächsten Tag hatten wir dann komplett frei, was wir mit lange-schlafen, Einkäufen, und Stadterkunden ausgenutzt haben.
Dann am nächsten Tag ging es dann erstmal zur Wäscherei, und anschließend erneut per Flota zum 2-Stunden-entfernten Tiahunaco, dem ehemaligen Zentrum der Inka-Kultur von Bolivien, Peru, Argentinien, Chile und Equador. Trotz des klangvollen Namen war's relativ öde, es gab wenig zu sehen, und alles war für Touristen ausgebaut, sodass ein antiker Flair gar nicht rüberkam. Gutes Beispiel dafür, wie man Kultur und Geschichte kaputtmachen kann.
Zudem hatten wir uns unsere Infos zur anstehenden Reise zum Titicaca-See und nach Peru abgeholt, sowie auch sämtliche Tickets für Flotas, Boote und Züge.
Am nächsten Tag ging es dann frisch gepackt los zum Titicaca-See und zur Wallfahrtsstadt Copacabana, wo die berühmte "Virgen de Copacabana" uns erwarten sollte. Die Fahrt per Fähre war jedoch sehr interessant, da es bolivientypisch keine Ordnung, keine Sicherheit und vor allem natürlich auch keinen Komfort gab. (Mehr oder weniger) Sicher drüben angekommen, ging's dann per Flota wieder nach weiter nach Copacabana. Dort schnell eingecheckt, und ab die Stadt erkunden.
Erstmal: Wie verrückt muss man sein, sich sein Auto weihen zu lassen, damit es nicht kaputt geht? An diesem Tag war nämlich so etwas wie ein "Tag der Autoweihe", sodass mit Blumen beworfene Autos von einem Bischof mit Weihwasser bespritzt wurden. Jaaaa, sehr geil :D
Richtig schön war es aber zum Ufer des Sees zu gehen, da dort richtige Meeresatmosphäre herrschte, die durch die unglaublich reine Seeluft und die schieren Ausmaße des Sees existiert. Nach dem sonnen und chillen an einem alten Kai für Fischerboote ging's dann hoch auf einen Berg in der Nähe der Stadt, aber wir mussten natürlich vom Weg abgehen und da querfeldein hochkraxeln, und ja, verdammt noch mal, das hat sich so gelohnt!! Wilde Felsen, wunderschöne Hänge und geniale Übersicht über den See bis zum Horizont, einen Tag den ich wohl so schnell nicht mehr vergessen werde. EInfach zum Kinnlade-nach-unten-rasseln-lassen! :-)
Abends ging's dann nur noch essen, und dann früh in's Bett. Dafür ging's am nächsten Morgen um 7 auch früh weiter zur "Isla del Sol",der "Sonneninsel", die wir mittags per Boot erreicht haben. Zu erwähnen sind hier die lustigen und bekifften Argentinier die das Oberdeck mit uns beansprucht haben, und mit denen wir ein paar seeeehr spaßige Runden "Wahrheit oder Pflicht" gespielt haben, die Aufgaben verschweige ich jetzt hier mal lieber.. :D
Die Insel selbst dann war Natur pur, traumhafte (Steil)Küsten, mediterrane Natur und türkisblaue Buchten. Der W-A-H-N-S-I-N-N!! :-). Uns gefiel die Insel so gut, dass wir erstmal mehr als 8km über die Insel vom Nordende bis zum Südende gewandert sind und dann uns dort das Hotel genommen haben, um dort zu übernachten. Nachts wurde es kalt, wirklich bitterkalt, aber Decken, zusammenmummeln und Wärmeflaschen für die Mädels haben dann auch jeden von uns durch die Nacht gebracht - lebend!
Am nächsten Morgen ging es dann erst wieder zu Fuß, dann per Boot zurück nach Copacabana, wo wir allerdings nach kurzem Mittagverschlingen und Noteinkäufen direkt in die Flota sind, um weiter nach Puno zu fahren, einer Hafenstadt die nicht mehr in Bolivien, sondern in Perú liegt. Und was uns auf dieser Fahrt erwartet habt.. das erfahrt ihr dann nächsten Post!

Bis denne,
Jannik

Und mal wieder die Bilder:
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La Paz - egal wohin man schaut..:
Überall das Gleiche!
Mal mit Lisa, mir und Hosenpower! :D
Stadtbild inner"orts"
typische Häuserblocks
La Paz ist so ziemlich die einzige bolivianische Stadt mit Hochhäusern.
einer der unzähligen "plazas", mit Kirche
Verbindungsstraße zwischen "El Alto" und "La Paz"
plaza principale mit Kathedrale
Valle de la Luna - Das "Mondtal"
Mit unserer Gruppe..
Typisches Geschäft in der Hexengasse
Unschön - Tote Embryos..
Deutsches, echt leckeres Vollkornbrot! Was ein genuss nach all den Pappbrötchen hier..
Tiahuanaco - Eingangsschild zur Inka-Metropole
Überreste..
gab's viel zu sehen,..
... doch leider meistens total einbetoniert in moderne Architektur.
Endlich mal echte Ruinen!
Detailaufnahme :-)
Vertrauenserweckende Busfähren..
...mit vertrauenserweckenden Ablegemethoden..
Copacabana - Blick von der Hafenstraße zum Titicaca-See
Blick vom Kai in RIchtung der "playa", des "Strandes.."
Bei der Besteigung des Berges von Copacabana
Ebenso..
Beim Rasten am Abgrund,..

.. und beim frei fühlen.. :-)
Isla del Sol - Küste
Anderer Ausblick auf der Sonneninsel
Passend zum Namen der Insel: Sonnenaufgang über'm Titicaca-See



Dienstag, 19. Februar 2013

Urlaubsteil 2/7 - Uyuni und der Salar

Wuuuhuuu, Teil 2 ist da, nach 3 gefühlten Wochen..
Jaa, ich hab' momentan aber auch echt viel um die Ohren, so meine neue Arbeit, wenig Zeit weil wegen in die Stadt fahren und so, und natürlich meine Faulheit. :P
Ich weiß gar nicht, wie ich alles bis heute Erlebtes noch nachholen soll.. :D

Naja, zur eigentlichen Story.
Wie erwähnt ging es von Potosí durch immer trockener werdende Vegetation nach Uyuni, einer Stadt, die in den Ausläufern der Atacama-Wüste liegt, die zu den heißesten Wüsten der Welt zählt.
 Nicht nur dass es dort so heiß wie in Santa Cruz ist, nein, dort gibt es auch kein Tropfen Wasser. So verdammt nochmal kein Wasser, dass Dusch- und Toilettenzeiten auf ein paar Stunden am Tag begrenzt sind. Mega ätzend. generell war das Hostal dort nicht gut, unfreundliche Bedienung und kein Service. Naja, wat willste machen?
Auf jeden Fall, wie so oft, war es dann eine schlechte Nachricht, die unsere kleine 6er-Gruppe mit der der anderen Gruppe deutscher Freiwilliger zusammengeschmiedet hat.
Und zwar hat ein Streik (ja, die Bolis bestreiken alles und jeden, immerzu und zu jeder Zeit..) uns die Möglichkeit genommen, auf unserer nun stattfindenen Salar-Tour, in einen Nationalpark zu fahren, und dort heiße Quellen sowie die "Laguna Verde" zu sehen. Und das alles auch noch, obwohl wir keine Preisvergünstigung bekamen.
Nach einem Abend mit Rummotzerei, "bewusstseinserweiternden" Getränken, schlechten Witzen und am Ende doch viel Spaß wurde dann beschlossen, das Beste draus zu machen.
Also ging's dann am nächsten Morgen/Mittag los, allerdings nicht ohne vorher die letzten Einkäufe zu tätigen, Sonnenbrille, Snacks, Wasser und auch Vorräte für Sylvester. :-)
Mit einer Kolonne aus Jeeps ging es dann raus aus Uyuni und rein in die Natur/Wildnis.
Ich werde es hier kurz halten, was wir so alles gesehen haben, und lieber die Bilder sprechen lassen.
Nur zwei Sachen sind noch besonders hervorzuheben, einmal Sylvester, (und somit auch meinen Geburtstag) sowie den Salar an sich selbst.
Nach 1 1/2 Tagen mit unglaublichen Bildern für's Auge sowie sehr viel Spaß mit den neuen Freiwilligen war dann der Abend des 31.12., den wir in einem Salzhotel verbracht haben, am Rande des Salars. Und ja, es war alles aus Salz.. Böden, Wände, Betten, Stühle und auch Tische. Einfach alles. Auf jeden Fall gab es die ultimative Party mit uns Deutschen, Bolivianern, Brasilianern, Holländern und Australiern, und wie soll man es beschreiben, es war ein feucht-fröhliches Vergnügen, einen Abend den ich nicht vergessen werde. Zum Geburtstag hat mir auch einfach jeder gratuliert, und man hat zusammen (Trink)spiele gespielt, gefeiert, gesungen und getanzt. Einfach ein unbeschreiblicher Abend!
Am nächsten Tag ging es dann viel zu früh und ohne schweres Gemüt, damit mit umso schwereren Kopf zurück in die Jeeps und in die wirklich schier unendlichen Weiten des Salars hinein. Der "Salar de Uyuni", eine Salzwüste mit der Größe von fast ganz Baden-Württemberg ist einfach nur eine weiße Fläche bis zum Horizont - in jede Richtung! Einfach "hermoso", wunderschön.
Neben lustigen Wettrennen gegen die anderen Jeeps, dem wohl kleinsten Nationalpark der Welt (Isla Incahuasi) mit seinen bis zu 20m hohen, 1200 Jahre alten Kakteen gab es noch so das ein oder andere lustige Bild und viele Infos zur Salzgewinnung in diesem einmaligen Naturgebiet.
Nach 3 Tagen zurück in Uyuni, ging es dann mit der Flota nach La Paz, einer Andenmillonenmetropole auf teils über 4000m Höhe!

Doch jetzt erstmal Bilder dieses unvergesslichen Abenteuers:

Munter geht's los am Morgen..
Kängurus? Paah, wer braucht die denn schon?..
Grandiose Natur zieht an einem vorbei..
..beziehungsweise verweilt dort auch.
ein Teil der großartigen Truppe :)
Des Morgens um 4: auf 5000m Höhe Vulkane im Sonnenaufgang bewundern
Immernoch am morgen, aber schon hell.
Toni, Lisa und Ich :-)
und nochmal
Gruppenfoto an der "Laguna Colorada"...
... die hier nochmal mit Flamingos in ganzer Pracht zu sehen ist.
Von dort nach Übernachtung weiter zur Laguna "Honda"
die selbe Lagune nochmal mit mir..
mit Lisa..
und mit Berg.
Und nochmal..
Wunderschöne Natur links..
und rechts.
Einer der höchsten Vulkane der Welt!
bei all den krassen Dingern muss man ja auch mal Pause machen..
Dann geht's aber auch schon feucht-fröhlich in's neue Jahr!
Man hatte eine Menge Spaß! :)
Auf zum Salar!..
.. wo man einfach nur geile Bilder machen kann. Egal ob beim "berg"steigen, oder..
beim mittagessen!
Wo wir gerade bei Essen sind.. :b EIne Pizza für zwei übrigens..:D
und zu guter Letzt nochmal unsere verdammt nochmal geile Truppe!






Bis zum nächsten Post, dort "sieht" man sich wieder - in La Paz!